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Während Ende Februar plötzlich ein krasser Frühling ausgebrochen ist, komme ich jetzt hier mit recht typischen Winterrezepten. Und noch schlimmer, während am 8. März der Frauentag begangen wird (hier in Berlin sogar als Feiertag), komme ich hier mit typisch weiblicher Hausfrauentätigkeit. Ich hätte das auch gerne anders gehabt. Aber nun ist es so. Aber mit ganz viel Kreativität ist es möglich, diesem Back- und Kochrezeptebeitrag etwas Frühlingsmäßiges anzudichten. Nämlich durch das Neuartige, und dafür steht das Frühjahr schließlich. Hier also eine Auswahl ganz neuartiger Gerichte. Also zumindest für mich waren sie neu. Ende Januar haben wir eine Familiengroßpackung Gewürzspekulatius (600g) geschenkt bekommen und ich dachte spontan - davon hatte ich jetzt eigentlich genug. Um die Kekse aufzubrauchen habe ich mir ein Muffin-Rezept ausgedacht. Und sie sind sehr lecker geworden. Und wurden nachbestellt. Leider hatten wir die Kekse inzwischen doch alle aufgefuttert. Dann hat eine neue Kekskreation aus dem Hause de Beukelaer den Weg in unsere Wohnung gefunden. Sie heißen "Cereola" und es sind Haferkekse mit Kernen und sie schmecken uns gut. Immerhin stammen sie nicht von einem amerikanischen (zu boykottierendem) Konzern, aber die Inhaltsliste führt an zweiter Stelle Zucker auf und dann finden sich in der Liste auch noch Glucosesirup, Karamellzuckersirup und natürliche Aromen. Und da es sich um Mürbteig handelt, dachte ich, diese Kekse kann man auch sehr gut selbst machen, mit weniger Zucker und ohne Aromen. Und siehe da: auch diese Kekskreation von mir ist gut geworden! Bei der Blindverkostung kam es zum meines Erachtens bestmöglichen Ergebnis: Erstens, die selbstgebackenen Kekse schmecken besser als die gekauften. Zweitens, die selbstgebackenen wurden für die gekauften gehalten! Optisch können sie mit den gekauften nicht ganz mithalten, wenn sie direkt daneben liegen, allerdings hätte ich sie ja auch noch etwas länger im Ofen lassen können. Bei Angela habe ich ein Rezeptverweis auf Apfelbrot von Bianca Zapatka gefunden und dachte spontan, wieso bin ich da nicht selbst darauf gekommen, das ist ja nicht so schwer von Bananenbrot auf Apfelbrot zu kommen?! Denn ich habe ja, wie hier beschrieben, letztes Jahr sehr viele Äpfel zu verarbeiten gehabt. Ich habe also das Rezept ausprobiert, mit gekauften Elstar Äpfeln und leichten Veränderungen. Es war zwar ratzfatz aufgegessen, es ist allerdings noch verbesserungswürdig. Vielleicht habe ich auch einfach nur die Apfelstückchen zu groß geschnitten, zu viel Zimt hinzugefügt und zu kurz gebacken. Nun ein Abstecher zu den herzhaften Gerichten. Diese Rezepte habe ich aber weder selbst erdacht, noch selbst hergestellt. Seit dem letzten Herbst ist unsere Kochsituation so, dass pro Monat zweimal für uns gekocht wird. Die Unterstützung nennt sich AHA (Alltags- und Haushaltshilfe) und mir stehen dank Pflegegrad 1 vier Stunden pro Monat dieser Hilfe zu. Und die folgenden Rezepte sind teilweise Vorschläge von mir und teilweise von unserem Köchinnen (eine Schülerin und eine Studentin). Ich fand sie besonders lecker und sie waren für mich neu (Die Links mit den Rezepten gehen ins Internet): Nam Khao (Crispy Rice Salad) Butter Chicken (Chicken Tikka Masala) Yam mit Eggstew Frittierte Kochbananen mit Schwarzaugenbohnen-Tomatenstew Und dann habe ich - passend zur Fastnacht - zum ersten Mal so eine Art Krapfen gebacken, also Teig frittiert, denn das Frittieröl hatte ich noch übrig von den Kochbananen. Das Experimentelle daran war aber vor allem, dass ich eine Backmischung genommen habe, die seit ca. 15 Jahren in unserem Haushalt steht. Sie war ein Mitbringsel aus New Orleans. Es sind also nicht irgendwelche Krapfen sondern DIE Beignets vom DEM Cafe du Monde, die jeder New Orleans Reisende kennt. Hier der Link zum Cafe - und ich finde es schön, dass sich das Verpackungsdesign seither überhaupt nicht geändert hat. Wer weiß, vielleicht stammt es noch aus den 60er Jahren, so lange gibt es schon diese Fertigmischung. Das Cafe gibt´s noch mal 100 Jahre länger. Und ja - nachdem ich recherchiert habe, weiß ich jetzt auch, dass ich VIEL zu wenig Puderzucker drauf getan habe. Beim Original darf man beim Abbeißen auf keinen Fall einatmen. Jetzt habe ich noch rotes Palmöl übrig. Und bin offen für Vorschläge und Rezeptideen zum Ausprobieren!
2 Kommentare
1/3/2026 12:49:07
Palmöl?
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5/3/2026 14:00:17
Danke für den Tipp, Patrick! Habe mal recherchiert und so eine Bildungslücke geschlossen. Das gilt ja sogar als Nationalgericht.
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März 2026
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