FOOD FOR THOUGHT
Neues im Blog
#FitnessToGo (mit Nebenwirkung)
Ich betreibe diese Form des Fitnesstrainings schon seit einigen Jahren und gebe erstmal ein paar Erläuterungen, wie das ganze angefangen hat.
Ausgangspunkt war meine schwere chronische Erkrankung, wegen der ich damals den ganzen Tag im Bett liegen musste. Nur um auf die Toilette zu gehen, bin ich aufgestanden. Das waren 25 Schritte hin und 25 Schritte zurück vom Bett ins Bad und vor einigen Jahren das Maximum meiner Möglichkeiten; nach diesen 50 Schritten legte ich mich wieder hin, hatte Herzrasen, fing an zu schwitzen und musste mit offenem Mund atmen - also ungefähr so anstrengend wie wenn ein gesunder Mensch einige Treppenabsätze hoch sprintet. (Die Krankheit heißt ME/CFS und die Erschöpfung nach "Anstrengung" PEM).
Aber dank der Selbstheilungskräfte ging es mir nach und nach besser und schließlich konnte ich ins Badezimmer gehen, zusätzlich Zähne putzen und wenn ich mich wieder ins Bett legte war ich kaum noch erschöpft.
Und das war dann wohl der Zeitpunkt, an dem ich anfing, mich beim Zähneputzen am Waschbecken festzuhalten und einige Übungen zu machen wie z.B. auf einem Bein stehen oder auf die Zehenspitzen wippen. Durch die mehrjährige Bettlägerigkeit war meine Muskulatur ja stark geschrumpft. Und als ich auch diese Übungen machen konnte, ohne danach eine Viertelstunde lang hechelnd und schwitzend im Bett zu liegen, war es dann soweit und ich kam auf die ultimative Idee: auch noch auf dem Weg zurück vom Bad ins Schlafzimmer eine kleine Fitnesseinheit einzulegen. Also schwang ich auf dem Rückweg munter mit den Armen oder drückte mich bei jedem Schritt kräftig vom Boden ab, hob die Knie ge, was mir da so einfiel. Und siehe da, es machte mir mordsmäßig Spaß. Ich hatte unweigerlich ein Lächeln im Gesicht. Da war neben der reinen Bewegungsfreude natürlich auch die Freude über meine Fortschritte bei der Genesung, aber auch eine gewisse Lächerlichkeit bei der Fortbewegung, die ich nicht abstreiten kann. Und dann fiel mir auch das hier wieder ein:
Ausgangspunkt war meine schwere chronische Erkrankung, wegen der ich damals den ganzen Tag im Bett liegen musste. Nur um auf die Toilette zu gehen, bin ich aufgestanden. Das waren 25 Schritte hin und 25 Schritte zurück vom Bett ins Bad und vor einigen Jahren das Maximum meiner Möglichkeiten; nach diesen 50 Schritten legte ich mich wieder hin, hatte Herzrasen, fing an zu schwitzen und musste mit offenem Mund atmen - also ungefähr so anstrengend wie wenn ein gesunder Mensch einige Treppenabsätze hoch sprintet. (Die Krankheit heißt ME/CFS und die Erschöpfung nach "Anstrengung" PEM).
Aber dank der Selbstheilungskräfte ging es mir nach und nach besser und schließlich konnte ich ins Badezimmer gehen, zusätzlich Zähne putzen und wenn ich mich wieder ins Bett legte war ich kaum noch erschöpft.
Und das war dann wohl der Zeitpunkt, an dem ich anfing, mich beim Zähneputzen am Waschbecken festzuhalten und einige Übungen zu machen wie z.B. auf einem Bein stehen oder auf die Zehenspitzen wippen. Durch die mehrjährige Bettlägerigkeit war meine Muskulatur ja stark geschrumpft. Und als ich auch diese Übungen machen konnte, ohne danach eine Viertelstunde lang hechelnd und schwitzend im Bett zu liegen, war es dann soweit und ich kam auf die ultimative Idee: auch noch auf dem Weg zurück vom Bad ins Schlafzimmer eine kleine Fitnesseinheit einzulegen. Also schwang ich auf dem Rückweg munter mit den Armen oder drückte mich bei jedem Schritt kräftig vom Boden ab, hob die Knie ge, was mir da so einfiel. Und siehe da, es machte mir mordsmäßig Spaß. Ich hatte unweigerlich ein Lächeln im Gesicht. Da war neben der reinen Bewegungsfreude natürlich auch die Freude über meine Fortschritte bei der Genesung, aber auch eine gewisse Lächerlichkeit bei der Fortbewegung, die ich nicht abstreiten kann. Und dann fiel mir auch das hier wieder ein:
Das spornte mich durchaus an, auch wenn John Cleese´s Fähigkeiten völlig außerhalb meiner sportlichen Möglichkeiten lagen.
Und nun, nach jahrelanger Erfahrung mit dieser hervorragenden Methode, welche Fitness steigert und Stimmung hebt, möchte ich sie euch wirklich empfehlen.
Anfänger:innen starten am besten in der eigenen Wohnung, immer dann wenn sie sich vom Bett oder Stuhl erheben und ein anderes Zimmer ansteuern.
Gegenstände in der Hand werden unproblematisch in die Übung eingebaut, sei es schwingend oder über dem Kopf tragend. Man kann sie natürlich auch betont würdevoll, ähnlich wie Schirme und Aktentaschen transportieren, während die Füße und Beine sich abmühen.
Woher die Bewegungsimpulse nehmen? Ich glaube, das ist gar nicht so schwer, wenn man einfach loslegt und es dem Körpergedächtnis überlässt. Irgendwelche Fitnessübungen fallen dem Kleinhirn da schon ein. Da diese häufig im Stehen und eben gerade nicht in einer horizontalen, sich fortbewegenden Weise eingeübt wurden, ergibt sich automatisch ein gewisser Spielraum für Kreativität. Man denke z.B. an einen sich fortbewegenden Hampelmann. Vorwärts oder lieber seitwärts?
Aber es muss überhaupt gar keine Fitnessübung sein. Man kann natürlich auch einem aktuellen Ohrwurm folgen und sich in Tanzschritten fortbewegen.
Fortgeschrittene können dann die Gegebenheiten der Wohnung in die Bewegungsabläufe einbauen: z.B. unsichtbare Hindernisse an jeder Türschwelle überwinden (das mache ich wirklich gerne). Günstig ist dabei, dass alle Schwierigkeitsgrade individuell festgelegt werden können, also je nach Fitnessgrad die Knie möglichst hoch anheben oder den Türbalken ergreifen und mit Klimmzug durchschwingen (also ich bin da noch bei ersterem). Oder die Spülmaschinen-Befüllung und -Leerung mit Ausfallschritten.
Wem solche Übungen keinen Spaß machen, empfehle ich einen Marionetten-Gang, also möglichst wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer fortbewegen. Oder die Nachahmung von Tieren - da gibt es ja viele Möglichkeiten von Amöbe bis Zitteraal.
Und schließlich die Profi-Variante: das ganze auf dem Weg zum Supermarkt. Oder zum Kopierer im Büro.
Wobei ich gestehen muss, dass ich selbst nicht anpeile, Profi in diesem Sport zu werden. Aber es gibt doch immer ein paar Ehrgeizige. Nur zu. So wird sich dies auch zum neuen Trendsport entwickeln können, wenn es in der Öffentlichkeit praktiziert wird. Ich denke, es hat mindestens so großes Trendpotenzial wie Steckenpferd-Reiten. Damit ist #FitnessToGo natürlich überhaupt nicht zu verwechseln, Steckenpferd-Reiten basiert wie Dressur- und Springreiten auf bestimmten Bewegungsabläufen, die zu perfektionieren sind, es geht um Leistung nicht um kreative Lächerlichkeit. Dass Fitness to go-Betreiber:innen manchmal auch auf unsichtbaren Pferden durch die Wohnung (oder zur Bushaltestelle) reiten, ist nur eine zufällige Überlappung.
Es gibt natürlich bereits zahlreiche Ideen und Konzepte, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen (die oft nicht funktionieren). Ich erinnere mich z.B. an Vorschläge von Hebammen, beim Autofahren an jeder roten Ampel den Beckenboden aktiv anzuspannen (als ob rote Ampeln an sich nicht schon schlimm genug wären). Oder Vorschläge, die Mittagspause mit Bürostuhlgymnastik zu verbringen, in Warteschlangen mit den Füßen zu wippen, vor dem Fernseher zu hula-huppen usw.
Diese Ansätze haben aber alle mit #FitnessToGo gar nichts zu tun. Sie unterscheiden sich nämlich in einem wesentlichen Punkt: es sind alles Pausenfüller und brauchen daher eine immens große Motivation, die Pause nicht irgendwie gemütlich relaxend oder vor sich hin dämmernd und somit regenerierend zu verbringen, sondern stattdessen aktiv etwas zu tun.
Was ich praktiziere und weiterempfehle ist eine Bewegung, die sowieso stattfindet, nur leicht zu verstärken und auszubauen. Aber das macht motivationstechnisch einen riesigen Unterschied!
Genau genommen ist die Fitness ja nur ein Nebenprodukt. Im Vordergrund steht, mehr Freude im Alltag zu erleben. Und das funktioniert mit gewollt oder ungewollt lächerlichen Bewegungen ausgesprochen gut. Probiert es doch einfach mal aus.
Und nun, nach jahrelanger Erfahrung mit dieser hervorragenden Methode, welche Fitness steigert und Stimmung hebt, möchte ich sie euch wirklich empfehlen.
Anfänger:innen starten am besten in der eigenen Wohnung, immer dann wenn sie sich vom Bett oder Stuhl erheben und ein anderes Zimmer ansteuern.
Gegenstände in der Hand werden unproblematisch in die Übung eingebaut, sei es schwingend oder über dem Kopf tragend. Man kann sie natürlich auch betont würdevoll, ähnlich wie Schirme und Aktentaschen transportieren, während die Füße und Beine sich abmühen.
Woher die Bewegungsimpulse nehmen? Ich glaube, das ist gar nicht so schwer, wenn man einfach loslegt und es dem Körpergedächtnis überlässt. Irgendwelche Fitnessübungen fallen dem Kleinhirn da schon ein. Da diese häufig im Stehen und eben gerade nicht in einer horizontalen, sich fortbewegenden Weise eingeübt wurden, ergibt sich automatisch ein gewisser Spielraum für Kreativität. Man denke z.B. an einen sich fortbewegenden Hampelmann. Vorwärts oder lieber seitwärts?
Aber es muss überhaupt gar keine Fitnessübung sein. Man kann natürlich auch einem aktuellen Ohrwurm folgen und sich in Tanzschritten fortbewegen.
Fortgeschrittene können dann die Gegebenheiten der Wohnung in die Bewegungsabläufe einbauen: z.B. unsichtbare Hindernisse an jeder Türschwelle überwinden (das mache ich wirklich gerne). Günstig ist dabei, dass alle Schwierigkeitsgrade individuell festgelegt werden können, also je nach Fitnessgrad die Knie möglichst hoch anheben oder den Türbalken ergreifen und mit Klimmzug durchschwingen (also ich bin da noch bei ersterem). Oder die Spülmaschinen-Befüllung und -Leerung mit Ausfallschritten.
Wem solche Übungen keinen Spaß machen, empfehle ich einen Marionetten-Gang, also möglichst wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer fortbewegen. Oder die Nachahmung von Tieren - da gibt es ja viele Möglichkeiten von Amöbe bis Zitteraal.
Und schließlich die Profi-Variante: das ganze auf dem Weg zum Supermarkt. Oder zum Kopierer im Büro.
Wobei ich gestehen muss, dass ich selbst nicht anpeile, Profi in diesem Sport zu werden. Aber es gibt doch immer ein paar Ehrgeizige. Nur zu. So wird sich dies auch zum neuen Trendsport entwickeln können, wenn es in der Öffentlichkeit praktiziert wird. Ich denke, es hat mindestens so großes Trendpotenzial wie Steckenpferd-Reiten. Damit ist #FitnessToGo natürlich überhaupt nicht zu verwechseln, Steckenpferd-Reiten basiert wie Dressur- und Springreiten auf bestimmten Bewegungsabläufen, die zu perfektionieren sind, es geht um Leistung nicht um kreative Lächerlichkeit. Dass Fitness to go-Betreiber:innen manchmal auch auf unsichtbaren Pferden durch die Wohnung (oder zur Bushaltestelle) reiten, ist nur eine zufällige Überlappung.
Es gibt natürlich bereits zahlreiche Ideen und Konzepte, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen (die oft nicht funktionieren). Ich erinnere mich z.B. an Vorschläge von Hebammen, beim Autofahren an jeder roten Ampel den Beckenboden aktiv anzuspannen (als ob rote Ampeln an sich nicht schon schlimm genug wären). Oder Vorschläge, die Mittagspause mit Bürostuhlgymnastik zu verbringen, in Warteschlangen mit den Füßen zu wippen, vor dem Fernseher zu hula-huppen usw.
Diese Ansätze haben aber alle mit #FitnessToGo gar nichts zu tun. Sie unterscheiden sich nämlich in einem wesentlichen Punkt: es sind alles Pausenfüller und brauchen daher eine immens große Motivation, die Pause nicht irgendwie gemütlich relaxend oder vor sich hin dämmernd und somit regenerierend zu verbringen, sondern stattdessen aktiv etwas zu tun.
Was ich praktiziere und weiterempfehle ist eine Bewegung, die sowieso stattfindet, nur leicht zu verstärken und auszubauen. Aber das macht motivationstechnisch einen riesigen Unterschied!
Genau genommen ist die Fitness ja nur ein Nebenprodukt. Im Vordergrund steht, mehr Freude im Alltag zu erleben. Und das funktioniert mit gewollt oder ungewollt lächerlichen Bewegungen ausgesprochen gut. Probiert es doch einfach mal aus.
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Diplom-Psychologin, Jahrgang 1973, vielseitig interessiert - auf meinem Blog vor allem daran Interessantes zu teilen.